Meisterausbildung – Allgemeine Informationen

Die komplette Meisterausbildung umfasst vier Hauptteile:

  • Teil I – Fachpraxis
  • Teil II – Fachtheorie
  • Teil III – Wirtschaft und Recht = Fortbildung zum Fachkaufmann
  • Teil IV – Berufs- und Arbeitspädagogik = Fortbildung „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA)

Jeder Teil der Meisterprüfung ist unabhängig vom anderen Teil. Um den Meistertitel zu erlangen, müssen Sie alle vier Teile der Meisterprüfung bestehen.

Die SHK Innung München bietet Vorbereitungslehrgänge auf die Meisterprüfung für Teil I (Fachpraxis) und Teil II (Fachtheorie) im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk sowie im Spengler-Handwerk an.

Die Teile III und IV können z.B. über die Handwerkskammer für München und Oberbayern absolviert werden.

Hier finden Sie eine Liste aller Bildungszentren.

Anmeldungen und Informationen erhalten Sie bei:

Stephanie Nolte

Tel: 089/45 09 81-652; E-Mail: stephanie.nolte@hwk-muenchen.de

Hinweis:

Befreiung von einzelnen Teilen der Meisterprüfung aufgrund anderer Fortbildungsprüfungen sind gemäß § 46 Handwerksordnung möglich. Sofern Sie z.B. bereits eine Prüfung zum technischen Fachwirt abgelegt haben, können Sie von Teil III der Meisterprüfung befreit werden. Die Ausbildereignungsprüfung (AdA-Schein) führt zu einer Befreiung von Teil IV. Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an die zuständige Handwerkskammer.

Bevor Sie mit Teil I und Teil II beginnen, empfehlen wir Ihnen, Teil III und die Fachqualifikation nach Teil IV der Meisterausbildung zu absolvieren. Die Teile I und II werden zeitlich versetzt zu den Teilen III und IV geprüft. Nähere Einzelheiten erhalten Sie bei der zuständigen Handwerkskammer.

Zulassung zur Meisterprüfung:

Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an den Meistervorbereitungslehrgängen keine Zulassungsvoraussetzung für die Meisterprüfung ist. Die Kursteilnehmer erlangen jedoch die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um die Meisterprüfung erfolgreich ablegen zu können.

Die Prüfung nehmen Meisterprüfungsausschüsse ab. Als staatliche Prüfungsbehörden sind sie für die einzelnen Handwerksberufe für ihren Bezirk eingerichtet, jeweils am Sitz der Handwerkskammern (HWK). Damit eine Meisterprüfung abgelegt werden kann, muss der Bewerber vom zuständigen Meisterprüfungsausschuss zugelassen werden.

Meisterprüfung in einem zulassungspflichtigen Handwerk:

  1. Zur Meisterprüfung ist zuzulassen, wer eine Gesellenprüfung in dem zulassungspflichtigen Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, oder in einem damit verwandten zulassungspflichtigen Handwerk oder eine entsprechende Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder eine Prüfung auf Grund einer nach § 45 oder § 51a, Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 erlassenen Rechtsverordnung bestanden hat.
  2. Zur Meisterprüfung ist auch zuzulassen, wer eine andere Gesellenprüfung oder eine andere Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat und in dem zulassungspflichtigen Handwerk, in dem er die Meisterprüfung ablegen will, eine mehrjährige Berufstätigkeit ausgeübt hat. Für die Zeit der Berufstätigkeit dürfen nicht mehr als drei Jahre gefordert werden. Ferner ist der erfolgreiche Abschluss einer Fachschule – bei einjährigen Fachschulen mit einem Jahr, bei mehrjährigen Fachschulen mit zwei Jahren – auf die Berufstätigkeit anzurechnen.

Meisterprüfung in einem zulassungsfreien Handwerk:

Zur Prüfung ist zuzulassen, wer eine Gesellenprüfung oder eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden hat. Die Handwerkskammer kann auf Antrag in Ausnahmefällen von der Zulassungsvoraussetzung befreien.

Hinweis:

Setzen Sie sich bitte rechtzeitig vor Beginn des Meisterkurses mit der Handwerkskammer in Verbindung, um die Zulassung zur Meisterprüfung abzuklären. Die Regelzulassung zur Meisterprüfung ist bei der HWK für München und Oberbayern, Meisterprüfungsreferat (089/51 19-194, Frau Hegenauer) zu beantragen. Nähere Informationen dazu unter: https://www.hwk-muenchen.de/74,0,150.html

Förderung:

Meister-BAföG

Die Meistervorbereitungskurse sind förderfähig nach dem „Meister-BAföG“ (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz = AFBG). Bitte informieren Sie sich dazu bei Ihrem Landratsamt oder dem Amt für Ausbildungsförderung. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.meister-bafoeg.info oder unter der kostenfreien Telefonnummer des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: 0800-622 36 34. (hier bitte pdf Meister-Bafög Flyer mit dazu setzen)

Meisterbonus

Der Freistaat Bayern gewährt für erfolgreich abgelegte Meisterprüfungen den „Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung“ in Höhe von 1.000 Euro. Umfassende Informationen dazu sind eingestellt unter: http://www.hwk-muenchen.de/74,0,6292.html

Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung)

Bis zu drei Jahre lang können Meisterkurse und damit zusammenhängende Fortbildungen finanziell unterstützt werden. Die Mittel für das Förderprogramm der Stiftung Begabtenförderungswerk Berufliche Bildung (SBB) stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereit. Wer, wie und in welchem Umfang gefördert werden kann, darüber finden Sie im Folgenden einen Überblick:

http://www.hwk-berlin.de/weiterbildung/meister/foerderung-fuer-meister/begabtenfoerderung.html

Aufstiegsmöglichkeiten:

Studium

Seit dem Wintersemester 2009/2010 gilt für alle Meister der direkte Hochschulzugang. Die Meister haben die Möglichkeit z.B. an einer bayerischen Hochschule für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschule) oder an einer bayerischen Universität ein wissenschaftliches Studium aufzunehmen.

Steuerliche Auswirkungen:

Die Lehrgangsgebühren für die Fortbildung sind als Werbungskosten grundsätzlich steuerlich abzugsfähig, soweit keine anderweitigen Zuschüsse an den Teilnehmer geleistet werden.

Unfallversicherung:

Die Teilnehmer des Meisterkurses sind während der Kurszeiten durch die Innung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft unfallversichert.